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Wacholder

Botanical: Wacholderbeere

Wacholder – Die Seele des Gins

Die Wacholderbeere findet sich als Zutat in jedem Gin, da sie per Definition ein Bestandteil des Destillats sein muss, um als Gin gelten zu dürfen.
Botanisch gehört der Wacholder zur Familie der immergrünen Zypressengewächse und zählt etwa 50 bis 70 Arten. In Mitteleuropa sind nur zwei Arten, der Gemeine Wacholder und der Sadebaum, vertreten. Das Holz besitzt einen schmalen Splint, einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch.

Der Wacholder hat meist kurze Blätter die nah an den Zweigen anliegen. Bei den ei- bis kugelförmigen Zapfen handelt es sich um die so genannten „Beeren“, die zur Reife ein bis zwei Jahre benötigen. Bis zur Reife bleiben die Zapfen geschlossen und werden bläulich. Geschmacklich zeichnet sich die Wacholderbeere durch einen süßlich-würzigen, leicht harzig-bitteren Geschmack aus und riecht sehr kräftig.

Zur Herstellung von Alkohol und Getränken kommt die Wacholderbeere nicht nur beim Gin zum Einsatz. Auch bei anderen Spirituosen wie Krambambuli, Steinhäger und Genever gibt die Wacholderbeere die spezielle Geschmacksnote. Auch als Aromastoff für Limonaden, zum Beispiel bei Root Beer oder im schwedischen Enbärsdricka, wird die Beere eingesetzt.


Weitere Informationen zum Wacholder

Ernährung

Wacholder kommt auch in der Küche oft zum Einsatz. So werden die Wacholderbeeren für die Herstellung von Sauerkraut in Kombination mit Kümmel und Lorbeer genutzt. Beim Würzen von Wildfleisch verwendet man auch Wacholder. Die Skandinavier nutzen die Zweige zum Haltbarmachen und Würzen von Bier.

Naturheilkunde

Wacholder wird von vielen als Tee, Tinktur, Öl oder Sirup für die eigene Gesundheit. So reicht zum Beispiel bei Mundgeruch oder Sodbrennen das Kauen der Beeren aus.

Wacholder-Tee

Ein Teeaufguss mit Wacholder-Beeren wirkt stoffwechselanregend, entgiftend und hilft bei allen Harnwegserkrankungen. Gleichzeitig regt er die Verdauung an und hilft somit bei Appetitlosigkeit. Eine weitere Eigenschaft des Tees, er wirkt durchblutungsfördernd auf die Gebärmutter. Das kann Menstruationsbeschwerden lindern.

Wacholder-Tinktur

Wacholder-Tinktur hilft bei Verdauungsproblemen, Magen-Darm-Krämpfen und wird zur Stärkung der Nieren und des Stoffwechsels eingesetzt. Auch als Magenbitter kann der Wacholder nach einer Mahlzeit eingenommen und somit die Verdauung unterstützen.

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